Gluren bij de buren 3 – Wie kann man denn hier wohnen?
Gluren bij de buren 3 – Wie kann man denn hier wohnen?
Für Entdeckungen zum „WIE“ des Wohnens sind wir auf den Spuren von wijk – Ortsviertel – und buurt – Nachbarschaft – ganz bewusst in Wohngebieten unterwegs. Hier treffen Leben, Lebensweisen und politisches Gestalten zusammen und zeigen uns, wie unsere westerburen – Nachbarn im Westen – im Alltag leben.
… über woonwijken – Wohnviertel: zunächst ein paar Grundinfos
Wohnviertel in den Niederlanden sind Kompositionen aus staatlichen Regeln und deren Umsetzung durch Städte, Gemeinden, Wohnungsbau-Corporationen und den Bewohnern.
Sie sind, wo immer möglich, sehr konsequent vom allgemeinen Durchgangsverkehr getrennt.
Natürlich liegen auch in den Niederlanden Wohngebiete entlang viel befahrener Straßen. Aber es wird Ihnen ganz eindeutig auffallen, dass Sie Hauptverkehrs-Straßen verlassen und in ein verkehrsberuhigtes Wohnviertel fahren.
Selbst wenn Sie auf den Hauptverkehrs-Straßen durch bebautes Gebiet fahren, sollten Sie einberechnen, dass Fahrzeuge, die aus den Seitenstraßen mit Wohnvierteln kommen oder dort hinein fahren, wesentlich langsamer sind, als man es von bundesdeutschen Seitenstraßen erwartet.
Gewöhnlich müssen Sie
1. eine abgeschrägte Bordsteinkante hochgehen/ -fahren. Dann müssen Sie
2. eine ebenso erhöhte Parkstreifenbreite sowie
3. einen Radweg und
4. den Fußgänger-Gehweg kreuzen, bevor Sie
5. wieder eine abgeschrägte Bordsteinkante hinunterfahren / -gehen.
Das rumpelt ein bisschen und man hat auf diese Weise reichhaltig deutliche Signale dafür erhalten, dass man zwischen zwei Lebenssystemen gewechselt hat.
Wohngebiete sind der Lebensraum der Menschen und diese Menschen sind groß und klein, alt und jung. In vielen Nachbarschaften ist dies Vorgaben der Gemeinde-/ Stadtverwaltung ganz bewusst nach Zielgruppen kombiniert.
Auf diese bewusste soziale Funktion der Nachbarschaften kommen wir später.
Am besten merken Sie sich ganz allgemein:
Autos sind im Land unserer Lieblingsnachbarn immer nur zu Gast und immer zunächst nachrangig.
Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, sollten Sie also das Schild nicht übersehen, dass Ihnen in jedem dieser Wohngebiete eine Tempo-30-Zone vorschreibt. Es ist sehr ernst gemeint und auch ohne bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchgehend gültig.
Rechts vor links gilt ebenfalls durchgehend, es sein denn, eine begrenzte Zone wäre anders beschildert. Das Wort herhaling bedeutet: Wiederholung = die Anweisung gilt, bis sie wieder aufgehoben wird.
Ebenfalls ganz normal ist der Hinweis, dass das Parken hier für aanwonenden – Anwohner und/oder vergunningshouder – Besitzer einer Genehmigung – erlaubt ist.
Für Besucher sind bisweilen separate kostenpflichtige Parkplätze ausgewiesen oder Ihre Gastgeber können Autos als Gastauto anmelden und im Anwohner-Bereich parken lassen. Die Rechte auf Parkplätze sind bewusst sehr knapp bemessen.
Gewöhnlich finden Sie außerdem ein Schild, dass Ihnen buurtpreventie – Nachbarschafts-Schutzbereich – ankündigt.
Diese beiden Schilder sind besonders weit verbreitete Hinweise. Wofür sie stehen, erfahren Sie unter Gluren bij de buren 6.
Anwohnerzonen enden erst, wenn Sie – Bordsteinkante hoch … Gehweg, Radweg, Parkstreifen kreuzen … Bordsteinkante runter … das Wohngebiet wieder verlassen haben!
Einige Wohngebiete sind so angelegt, dass es nur wenige Ein- und Ausfahrten gibt.
Die Straßen innerhalb der Zone sind meist so gleichrangig, dass die Orientierung nicht immer leicht ist. Vielleicht ziehen Sie Ihr Handy oder eine Karte zu Rate.
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